NRW

Raubkunst-Werk aus Sammlung Stern wird zurückgegeben

Geschichte

Montag, 7. Mai 2018 - 14:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lby München. Die baden-württembergische Stadt Weinsberg (Landkreis Heilbronn) hat ein Raubkunst-Gemälde aus der Sammlung des von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Kunstsammlers Max Stern zurückgegeben - und gleich wieder gekauft. Es handelt sich um „Die Weiber von Weinsberg“ des Niederländers Gerrit Claesz. Bleker aus dem Jahr 1624, das im Weibertreumuseum der Stadt hängt. Man sei sehr glücklich, da das Bild ein Kernstück der Sammlung sei und eng mit der Geschichte Weinsbergs verwoben, sagte der stellvertretende Bürgermeister Uwe Grobshäuser (CDU) am Montag in München. Der Kaufpreis liege im fünfstelligen Bereich.

Das Gemälde 'Die Weiber von Weinsberg'. Foto: Matthias Balk

Ursprünglich war die Restitution des Bildes im Herbst in Düsseldorf geplant, anlässlich einer Ausstellung über Leben und Arbeit Sterns (1904 - 1987). Er war dort Kunsthändler, bis er 1937 unter dem Druck des NS-Regimes floh. Die Stadt Düsseldorf sagte die Schau jedoch ab und begründete dies mit aktuellen Auskunfts- und Restitutionsgesuchen in deutschen Museen. Das „Max Stern Art Restitution Project“ forscht seit Jahren nach rund 400 Kunstwerken aus der Sammlung.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.