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NRW

Rechtsstreit um Ikea-Klassiker „Malm“ beendet

Prozesse

Samstag, 6. Juni 2020 - 09:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. „Mo“ gegen „Malm“: Das Bett eines Frankfurter Designers sah Ikeas Modell „Malm“ zum Verwechseln ähnlich. „Mo“ war zuerst da, sagte der Frankfurter. Nach jahrelangem Prozessreigen ist der Steit nun beendet - und zum Ergebnis herrscht das große Schweigen.

Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Der jahrelange Rechtsstreit um den Ikea-Bettenklassiker „Malm“ ist beendet. Die Klage sei zurückgezogen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts auf dpa-Anfrage. Dies spreche dafür, dass die Streitparteien sich vermutlich außergerichtlich geeinigt hätten.

Das Frankfurter Designerbüro e15 hatten das schwedische Möbelhaus in Erklärungsnot gebracht. Ihr Bett „Mo“ sehe nicht nur fast genau so aus wie „Malm“, es sei auch zuerst da gewesen, hatten die Frankfurter erklärt. Auf Anfrage wollte sich e15 zum Ende des Rechtsstreits aber nicht äußern. Ikea Deutschland erklärte sich für Auskünfte zu diesem Fall nicht zuständig.

Sogar der Bundesgerichtshof hatte sich mit dem Fall beschäftigt. Er hatte ältere Urteile aufgehoben und den Fall an das Oberlandesgericht Düsseldorf zurückverwiesen. Das war vor drei Jahren.

Das Design des Massivholz-Bettes „Mo“ wurde 2002 beim Patentamt geschützt. Ikea vertreibt „Malm“ seit 2003 in Deutschland. Nach Darstellung des schwedischen Konzerns war ein sehr ähnliches Vorläufer-Modell namens „Bergen“ parallel zu „Mo“ entstanden.

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