NRW

„Red Notice“ gegen Akhanli gelöscht

Konflikte

Freitag, 25. August 2017 - 18:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Madrid/Berlin. Der Suchauftrag gegen den Kölner Autor Dogan Akhanli bei der internationalen Polizeiorganisation Interpol wurde gelöscht. „Wir freuen uns, dass Interpol die "Red Notice" gegen Doghan Akhanli gelöscht hat“, hieß es am Freitagabend aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Staatssekretär Walter Lindner stehe dazu mit seinem spanischen Kollegen in Kontakt.

Der in der Türkei geborene deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli. Foto: Paul White/Archiv

Akhanli war vergangenes Wochenende während eines Spanienurlaubs auf Betreiben der Türkei vorübergehend festgenommen worden. Nach einem Tag in Haft wurde der in der Osttürkei geborene Autor am Sonntag unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Er durfte Spanien nicht verlassen, musste seinen Reisepass abgeben und sich einmal pro Woche bei den Behörden melden. Ihm drohte die Auslieferung an die Türkei, wo ihm schwere Verbrechen vorgeworfen werden.

Wenn ein Mitgliedsland einen Verdächtigen zur Fahndung ausschreiben will, informiert Interpol mit einer „Red Notice“ („rote Notiz“ oder „rote Ausschreibung“) und steuert die länderübergreifende Kooperation.


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