Regierung will Ökolandbau in NRW ausweiten

dpa Düsseldorf. Die schwarz-gelbe Landesregierung will den Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen ausweiten. Derzeit sei NRW „Schlusslicht“, sagte Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Nur 6,9 Prozent der Agrarflächen in NRW würden ökologisch bewirtschaftet. Ziel sei, bis 2030 auf einen Anteil von 20 Prozent zu kommen. „Wir erleben ein großes Interesse, aber nicht in der Breite, wie wir uns das wünschen“, sagte die Ministerin.

Regierung will Ökolandbau in NRW ausweiten

Ursula Heinen-Esser (CDU), Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft von NRW, spricht. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Vorbild für NRW sind nach Angaben Heinen-Essers Bayern und Baden-Württemberg. In Bayern wurden nach Angaben der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) 2019 rund 11 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bewirtschaftet, in Baden-Württemberg waren es nach Landesangaben sogar 14 Prozent.

Um den Ökolandbau in NRW zu stärken, will die Regierung ähnlich wie in Bayern Öko-Modellregionen ausweisen. Dort sollen Wertschöpfungsketten gezielt gestärkt und alle gesellschaftlichen Gruppen einbezogen werden. Geplant seien Berater und Koordinierungsstellen. Die Modellregionen müssten aber von der EU zertifiziert werden, sagte Heinen-Esser. Drei Regionen sollen in einem Förderwettbewerb ausgewählt werden.