Reiner Distanzunterricht noch in zehn Städten und Kreisen

dpa/lnw Düsseldorf. Angesichts der sinkenenden Corona-Neuinfektionszahlen kehren immer mehr Schüler landesweit in Unterrichtsmodelle mit Präsenzzeiten zurück. Zum Wochenstart war nach Angaben des Gesundheitsministeriums reiner Distanzunterricht noch in zehn der 53 Kreise und kreisfreien Städte des Landes vorgeschrieben. In der Spitze hatten 37 Städte und Kreise eine Sieben-Tage-Inzidenz stabil über 165 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehabt und damit die Schulen weitgehend geschlossen. Ab diesem Wert ist Unterricht im Klassenzimmer laut Infektionsschutzgesetz untersagt. Zuletzt konnten an diesem Montag Schüler aus Dortmund, Herne, Remscheid und Köln wieder aus dem reinen Distanzunterricht in den Wechselunterricht zurückkehren. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 89,9.

Reiner Distanzunterricht noch in zehn Städten und Kreisen

In einem leeren Unterrichtsraum an einer Schule sind die Stühle auf einen Tisch gestellt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„Eine Entscheidung, ob und wann auf Grundlage des Bundesinfektionsschutzgesetzes wieder vollständiger Präsenzunterricht in Nordrhein-Westfalen stattfinden kann, wird innerhalb der Landesregierung derzeit vorbereitet“, hieß es am Montag aus dem Schulministerium. Ziel sei es, das Recht auf Bildung und den Infektionsschutz in Einklang zu bringen. „Selbstverständlich ist für die Landesregierung klar, dass bei sinkenden Infektionszahlen auch wieder mehr Unterricht in Präsenz ermöglicht wird.“ Die Regelungen für die verbleibenden Wochen des Schuljahres bis zu den Sommerferien werden man dann auch zeitnah mit den Verbänden besprechen.

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