NRW

Reul: 190 islamistische Gefährder in NRW „intensiv im Auge“

Terrorismus

Donnerstag, 23. September 2021 - 15:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden haben derzeit 190 islamistische Gefährder und 178 sogenannte relevante Personen dieses Spektrums im Blick. Das berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags zum mutmaßlich geplanten Anschlag auf eine Synagoge in Hagen. Seit 2019 (221) sei die Zahl der Gefährder leicht rückläufig. Die Zahl antisemitischer Straftaten in NRW gehe bereits seit 2018 zurück.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzchefs Burkhard Freier befinden sich derzeit 110 aus Deutschland ausgereiste Personen in Syrien und im Irak, die potenziell zurückkehren könnten und beobachtet werden müssten.

Ein 16-jähriger Syrer soll einen Anschlag auf eine Synagoge in Hagen vorbereitet haben und sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Der Jugendliche soll über eine Handynummer Kontakt zu einer Person gehabt haben und im Chat unter anderem Informationen zum Bombenbau bekommen haben, wie Reul berichtete. Bei dessen Festnahme am 16. September habe der 16-Jährige gesagt, er habe keinen Anschlag begehen, sondern „nur schauen wollen, wie man eine Bombe baut“.

In der islamistischen Szene versuchten „Mentoren“, im Internet herauszufinden, welche Jugendliche Bilder von Terror und Hinrichtungen posteten, berichtete Freie. „Dann weiß man, dass man die weiter verführen kann. Denen kann man Instruktionen für den Bombenbau schicken.“

© dpa-infocom, dpa:210923-99-330027/2

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