NRW

Reul: Kein konkreter Anschlagsverdacht vor Razzia

Kriminalität

Donnerstag, 18. Juli 2019 - 17:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bochum. Nach der Anti-Terror-Razzia in Köln und Düren gibt es nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bislang keinen Anfangsverdacht für eine Straftat. Die Polizei habe im Vorfeld der Durchsuchungen „keine Hiweise auf einen konkreten Anschlagsort, keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagszeit und keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsart“ gehabt, sagte Reul am Donnerstag in Bochum. Es habe aber Hinweise gegeben, dass die sechs in Gewahrsam genommenen Personen „möglicherweise einen Terroranschlag planen könnten“. Mit den Durchsuchungen sollten deshalb weitere Erkenntnisse gewonnen und Beweismittel gefunden werden.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußert sich bei einem Pressestatement. Foto: Rene Werner

Die Polizei hatte sieben Wohnungen und Arbeitsstätten durchsucht. Dabei seien Datenträger, Mobiltelefone, Baseballschläger und Messer sichergestellt worden, sagte Reul. Ein 30 Jahre alter deutsch-libanesischer Konvertit und ein 21-jähriger deutscher Konvertit seien als islamistische Gefährder eingestuft.


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