Reul bei Ausgangskontrollen: „So gut wie niemanden erlebt“

dpa/lnw Duisburg. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat den Bürgern in Nordrhein-Westfalen ein sehr positives Zeugnis bei der Einhaltung der neuen Ausgangsbeschränkungen ausgestellt. „Aus meiner Sicht haben sich die Menschen an diesem ersten Wochenende mit Ausgangssperre großartig verhalten“, sagte der Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Man könne sich da nur bedanken.

Reul bei Ausgangskontrollen: „So gut wie niemanden erlebt“

Herbert Reul (M), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht mit Beamten der Polizei und dem Ordnungsamt an der Weseler Straße in Marxloh. Foto: Fabian Strauch/dpa

Reul hatte sich zuvor selbst einen Eindruck von der Situation gemacht und in der Nacht zu Sonntag Polizei und Ordnungsamt in Duisburg bei Kontrollen begleitet. „Wir haben auf der Straße so gut wie niemanden erlebt, es haben sich fast alle an die Regeln gehalten. Diejenigen, die wir angetroffen haben, waren auf dem Heimweg oder hatten einen wichtigen Grund“, schilderte er. Mit seiner Anwesenheit habe er „denjenigen, die sich hier die Nacht um die Ohren schlagen“, Unterstützung signalisieren wollen. „Und für die Öffentlichkeit ist das Signal wichtig, dass diese Regeln nicht nur auf dem Papier gelten, sondern dass wir es ernst meinen.“

In NRW greifen - wie in ganz Deutschland - seit dem Wochenende die neuen bundesweiten Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen. Sie traten in allen Städten und Kreisen in Kraft, die drei Tage lang eine Neuinfektionsrate von mindestens 100 gerechnet auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen aufwiesen. Zwischen 22.00 und 5.00 Uhr darf man eine Wohnung oder Unterkunft samt Grundstück dann nicht mehr verlassen. Ausnahmen gibt es etwa aus medizinischen oder beruflichen Gründen sowie zur Betreuung von Kindern oder Hilfsbedürftigen sowie zur Versorgung von Tieren. Bewegung an frischer Luft bleibt bis Mitternacht erlaubt, allerdings nur alleine und nicht in Sportanlagen.

Reul war in der Nacht zu Sonntag auch bei Kontrollen im Duisburger Stadtteil Marxloh dabei. „Ich bin positiv überrascht, weil es nicht die einfachste Ecke in Nordrhein-Westfalen ist“, erklärte er. „Und wenn das hier so gut geklappt hat, habe ich große Hoffnung, dass die Menschen es insgesamt verstanden haben.“

© dpa-infocom, dpa:210425-99-345098/2