Reul beklagt Diebe und Schaulustige in Flutkatastrophe

dpa/lnw Düsseldorf. Bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe ist es in NRW zu mehreren Straftaten gekommen. Bisher seien 65 Fälle von Diebstahl und 31 Fälle von besonders schwerem Diebstahl sowie zwölf Betrugsfälle bekanntgeworden, sagte Innenminister Herbert Reul am Mittwoch in Düsseldorf im Innenausschuss des Landtags. Zudem wurden Körperverletzung, Sachbeschädigung und Unterschlagung in zusammen 15 Fällen registriert.

Reul beklagt Diebe und Schaulustige in Flutkatastrophe

Berge von Schutt und Müll liegen auf einer Straße. Foto: David Young/dpa/Archivbild

„Deswegen ist und bleibt die Polizei natürlich auch vor Ort“, sagte Reul weiter. Bisher gab es laut Minister 23 Festnahmen, darunter sei in vier Fällen Untersuchungshaft angeordnet worden.

Vielfach seien Einsatzkräfte durch Schaulustige behindert worden. Hier habe man mehr als 4300 Platzverweise ausgesprochen. Als sehr positiv hob Reul zugleich hervor: „Die allermeisten, die jetzt in die Regionen kommen, wollen nichts klauen und sich bereichern, sondern mitanpacken. Und deshalb: Ein riesengroßes Dankeschön an die Helferinnen und Helfer.“

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