NRW

Rewe-Chef will keine Staatshilfe für Touristik-Sparte

Handel

Freitag, 24. April 2020 - 12:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Der Chef der Rewe Gruppe, Lionel Souque, will für seine corona-geplagte Touristiksparte DER Touristik keine Staatshilfen in Anspruch nehmen. Rewe verliere dort zwar Hunderte von Millionen Euro, brauche aber vorerst keine Hilfe, sagte Souque dem „Spiegel“ (Freitag). Das gelte auch, wenn alle Buchungen bis zum Jahresende storniert würden. Rivale Tui hingegen nimmt einen staatlichen Milliardenkredit in Anspruch.

Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender des Rewe Konzerns, steht vor dem Rewe Logo. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Vielmehr will sich der Vorstandschef sowohl in der Touristik als auch im Lebensmittelhandel nach möglichen Zukäufen umschauen, um stärker aus der Krise zu kommen. Angesichts der starken Nachfrage nach Lebensmitteln für den privaten Verbrauch rechnet Rewe dem Bericht zufolge in diesem Jahr mit einem Umsatzplus - gleichzeitig aber auch mit erheblich höheren Kosten für Sicherheit, zusätzliches Personal und Logistik. „Das wird uns sicher einen dreistelligen Millionenbetrag kosten“, sagte Souque dem „Spiegel“.


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