Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Rheinmetall: Rüstungsgeschäfte mit der Türkei auf Eis

Rüstungsindustrie

Sonntag, 29. Oktober 2017 - 10:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Das stark abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert auch geplante Rüstungsgeschäfte zwischen den Ländern. Mehrere Projekte etwa zur gemeinsamen Produktion von Kampfjet-Munition in der Türkei oder zur Nachrüstung von türkischen Leopard-Panzern gegen IS-Raketenbeschuss zögen sich hin und würden von den Regierungen derzeit nicht entschieden, sagte der Chef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, der Deutschen Presse-Agentur.

Armin Papperger der Rheinmetall AG bei einem Interview. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Der politische Spielraum für Exportgenehmigungen sei nach seiner Einschätzung auf deutscher Seite derzeit sehr gering, sagte Papperger. „Wenn das Verhältnis zur Türkei sich nicht verbessert, wird es schwierig, eine Genehmigung von Deutschland zu bekommen“, so der Rheinmetall-Chef. „Die deutsche und die türkische Regierung müssten erst wieder viel näher zusammenkommen.“

Anzeige

Das gelte auch für das Großprojekt der türkischen Regierung für den Bau von etwa 1000 Kampfpanzern des Typs Altay im geschätzten Wert von etwa sieben Milliarden Euro. Für die erste Tranche von etwa 100 bis 200 Panzern bietet auch der türkische Lastwagen- und Omnibusbauer BMC, mit dem Rheinmetall 2016 das Gemeinschaftsunternehmen RBSS gegründet hatte.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Anzeige
Anzeige