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NRW

Rinderherpes: Drei Landwirte klagen gegen Massentötung

Agrar

Montag, 3. Februar 2020 - 01:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Drei Aachener Landwirte sollen rund 680 Tiere wegen Rinderherpes töten. Damit soll vorsorglich ein Ausbreiten der Infektion verhindert werden. Aber die Tiere sind nicht krank. Die Landwirte wehren sich.

Nüstern und Maul einer Kuh. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Drei Aachener Landwirte klagen gegen eine behördliche Anordnung, rund 680 Rinder wegen der Tierseuche Rinderherpes zu töten. Über ihre Klagen verhandelt das Verwaltungsgericht Aachen heute. Die Städteregion Aachen geht nach Gerichtsangaben in zwei Betrieben vom Verdacht eines Ausbruchs der Tierseuche aus. In dem dritten Betrieb sei Rinderherpes nachgewiesen worden. Die Behörde will mit der Maßnahme verhindern, dass sich die Seuche ausbreitet. Nach Gerichtsangaben zeigen die Tiere keine Krankheitssymptome.

Ein Landwirt, dessen ganze Herde mit 500 Tieren getötet werden soll, betont, es seien lediglich Antikörper nachgewiesen worden, die auf eine Infizierung hindeuteten. Das Virus sei für Menschen völlig ungefährlich und könne auch nicht übertragen werden. Die Bauern fordern eine Änderung der Rinderherpes-Verordnung. Die schreibt eine Tötung von infizierten Rindern vor, auch wenn die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.

Die Landwirte hatten die Öffentlichkeit gegen die Tötungsanordnung mobilisiert. Zuletzt waren Hunderte Menschen dem Protestaufruf gefolgt. In ihrem Rechtsstreit waren die Bauern zuvor mit ihren Eilanträgen gescheitert.

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