Rohrreiniger an Spielplätzen ausgestreut: Urteil erwartet

dpa Aachen. Ein 53-Jähriger soll an Spielplätzen ätzenden Rohrreiniger ausgestreut haben. Er fühlte sich wohl von Kinderstimmen verfolgt. Kommt er in die geschlossene Psychiatrie?

Im Prozess gegen einen Mann, der des Mordversuchs an Kindern mit ausgestreutem Rohrreiniger angeklagt ist, werden am Freitag (09.00 Uhr) Plädoyers und Urteil erwartet. Der 53-jährige, wahrscheinlich psychisch kranke Deutsche hatte gestanden, das ätzende Granulat im vergangenen Sommer an Plätzen mit spielenden Kindern ausgestreut zu haben. Ihn hätten Kinderstimmen verfolgt, die immer seinen Vornamen riefen. Er habe seine Ruhe haben, aber niemanden verletzen wollen. Vier kleine Kinder hatten zum Teil sehr schmerzhafte Verätzungen erlitten.

Nach einem ersten Gutachten ist der Mann psychisch krank und schuldunfähig. Das Gericht muss in dem sogenannten Sicherungsverfahren entscheiden, ob er in eine geschlossene Psychiatrie kommt.