NRW

SPD-Opposition fordert Sputnik-Vorverträge auch für NRW

Gesundheit

Dienstag, 13. April 2021 - 14:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die SPD-Opposition hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, sich ebenfalls um mögliche Lieferungen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V zu kümmern. „Ich habe überhaupt kein Verständnis, dass der Ministerpräsident so zurückhaltend ist bei der Organisation zusätzlichen Impfstoffs“, kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag in Düsseldorf.

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hätten dagegen schon Vorverträge geschlossen. Bis es eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für Sputnik V gebe, müssten entsprechende Vorverträge „schon längst unter Dach und Fach sein“. Bislang gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums „keine derartigen Pläne in Nordrhein-Westfalen“.

Darüber hinaus fehle in NRW derzeit noch jede Vorbereitung, wie auch Kinder möglichst bald in die Impf-Kampagnen eingebunden werden könnten, sagte Kutschaty. Das Pharma-Unternehmen Biontech habe in den USA mittlerweile schon einen Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren. „Auch hier muss Nordrhein-Westfalen, muss Deutschland handeln“, sagte der Oppositionsführer.

Dass es in NRW bislang nicht einmal genügend Tests für Kitas und Schulen gebe, sei „ein handfester Skandal“, so Kutschaty. In einer aktuellen Vorlage an den Landtag habe der für die Beschaffung in NRW zuständige Innenminister Herbert Reul (CDU) selbst eingeräumt, dass der komplette Bedarf „voraussichtlich erst ab der 18. Kalenderwoche gedeckt werden“ könne, zitierte Kutschaty aus der Vorlage. Reul ist demnach zuständig für die Beschaffung von Selbstschnelltests für die Landesverwaltung und die Schulen.

© dpa-infocom, dpa:210413-99-186927/2

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