Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

SPD fordert Ausweitung des Projekts „Wegweiser“

Extremismus

Mittwoch, 28. August 2019 - 17:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die SPD-Opposition im Landtag schlägt eine Ausweitung des erfolgreichen Salafismus-Präventionsprojekts „Wegweiser“ auf sämtliche Formen des Extremismus vor. Bisher konzentriert sich das von der rot-grünen Vorgängerregierung in Nordrhein-Westfalen initiierte Programm auf die Bekämpfung des islamischen Extremismus. Aber auch die Nachfrage nach Präventionsangeboten in Bereichen wie dem Rechts- oder Linksextremismus nähmen zu, teilte SPD-Fraktionsvize Sven Wolf am Mittwoch mit.

Bis Ende 2018 seien mehr als 800 betroffene Jugendliche zum Thema gewaltbereiter Salafismus im Projekt „Wegweiser“ beraten worden. Davon hätten sich in 330 Fällen längerfristige Beratungen ergeben. 80 bis 90 Prozent dieser Fälle hätten laut Verfassungsschutzbericht einen positiven Verlauf genommen. „Wegweiser“ soll Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits in ihren Anfängen verhindern.

Oftmals seien soziale Faktoren Ursache für Radikalisierung, sagte Wolf. Teilweise sei es sogar vom Zufall abhängig, in welchen Extremismus ein junger Mensch abgleite. Daher mache es Sinn, Präventionsmaßnahmen übergreifend einzurichten. Eine Ausweitung würde laut Wolf auch dem Vorwurf entgegenwirken, man sei „auf dem rechten Auge blind“ oder stigmatisiere Muslime.

Ihr Kommentar zum Thema

SPD fordert Ausweitung des Projekts „Wegweiser“

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha