NRW

SPD fordert weniger Gäste bei Feiern

Landtag

Mittwoch, 19. August 2020 - 12:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der SPD-Oppositionsführer im Landtag, Thomas Kutschaty, fordert angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen die Beschränkung von größeren Feiern auf weniger Gäste. „Veranstaltungen mit 150 Leuten und mehr sollten so nicht mehr erlaubt werden“, sagte Kutschaty am Mittwoch in Düsseldorf. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) solle mit gutem Beispiel vorangehen und ein am Samstag in Köln angesetztes Abendessen zum 74. Geburtstag des Landes NRW absagen. Die geplante Feierlichkeit sei ein „völlig falsches Signal“. Die Bundesländer müssten sich bei der zugelassenen Personenzahl für Feiern abstimmen.

SPD-Fraktionschef und Oppositionsführer Thomas Kutschaty spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Kutschaty wandte sich zugleich gegen eine pauschale Absage des Karnevals wegen der Corona-Infektionslage. „Karneval kann man nicht diktieren und sagen, er fällt aus.“ Denn Karneval sei für viele Menschen wie Weihnachten. Dass es klassische Karnevalssitzungen in geschlossenen Räumen geben könne, halte er aber für schwer vorstellbar. Kutschaty erinnerte daran, dass eine Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg im Frühjahr ein Ausgangspunkt für die Verbreitung des Coronavirus war.

Anders sei es beim Straßenkarneval. „Karneval und Masken, das ist kein Widerspruch, sondern seit Jahrhunderten eine gelebte Tradition“, sagte Kutschaty. Auch Weihnachtsmärkte sollten nach Ansicht Kutschatys nicht pauschal abgesagt werden.

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen forderte Kutschaty mobile Testteams in Kitas, Schulen und Altenheimen sowie einen zentralen Krisenstab der Landesregierung, der alles koordiniere. Auch die Kontrollen von Maskenverweigern in Bussen und Bahnen müssten verschärft werden.

Nordrhein-Westfalen verzeichne derzeit die höchste Zahl an Neuinfektionen pro Tag. „Wir sind mittendrin in der zweiten Welle“, sagte Kutschaty. „Wir erleben gerade steigende Fallzahlen und eine sinkende Akzeptanz der Einschränkungen in der Bevölkerung.“

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