Schlag gegen Kindergeldbetrug: Schaden in Millionenhöhe

dpa/lnw Düsseldorf. Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen gegen den organisierten Kindergeldbetrug entwickelt. Allein in Krefeld sei dabei ein Schaden in Höhe von hochgerechnet 1,7 Millionen Euro aufgedeckt worden. Für 83 Kinder, die es in Krefeld gar nicht gebe, sei unrechtmäßig Kindergeld in Anspruch genommen worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch.

Schlag gegen Kindergeldbetrug: Schaden in Millionenhöhe

Spielzeug liegt in einem Sandkasten in einer Kindertagesstätte. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Archivbild

In Krefeld sei erstmals ein Datenabgleich zwischen Kommune, Familienkasse und Polizei erprobt worden. Das standardisierte Verfahren, das dabei entwickelt worden sei, könne landes- und bundesweit Vorbild werden.

Anlass sei die Beobachtung gewesen, dass Tätergruppen aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität Menschen aus Südosteuropa in sogenannten Schrottimmobilien unterbringen und für sie Sozialleistungen beantragen und einbehalten.

„Da werden die Träume und die Not der Ärmsten der Armen Europas ausgenutzt. Das ist das Perfideste und zutiefst Verachtenswerteste an dieser Masche“, sagte Reul.