NRW

Schlechte Aussichten für Wilkinson im Klingenstreit

Prozesse

Donnerstag, 11. Januar 2018 - 02:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Seit Monaten kreuzen Gillette und Wilkinson immer wieder vor Gericht die Klingen. Denn Gillette will mit aller Macht verhindern, dass der Konkurrent preisgünstige Ersatzklingen für den „Gillette Mach3“ anbietet.

Gillette - Rasierer Mach3. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Das Oberlandesgericht Düsseldorf wird voraussichtlich heute sein Urteil in dem seit Monaten schwelenden Rasierklingenstreit zwischen den Herstellern Gillette und Wilkinson verkünden. Der Hintergrund: Die Deutschlandtochter von Wilkinson in Solingen hatte preiswerte Ersatzklingen für den Nassrasierer „Mach3“ des Konkurrenten Gillette produziert. Mehrere Drogerieketten verkauften das um 30 Prozent günstigere Produkt als Eigenmarken. Gillette sah dadurch seine Patente verletzt und zog vor Gericht.

Das Landgericht Düsseldorf hatte Gillette bereits im Juli vergangenen Jahres im Eilverfahren recht gegeben und Wilkinson die weitere Herstellung der Ersatzklingen untersagt. Auch in zweiter Instanz vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht droht Wilkinson eine Niederlage. Das signalisierte der Kartellsenat bei einer mündlichen Verhandlung im Dezember.

„Mach3“ Besitzer können dennoch hoffen, schon in absehbarer Zeit wieder billigere Klingen zu bekommen. Denn das umstrittene Patent läuft im nächsten Monat ab.


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