Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Schmerzmittel ohne Erlaubnis gespritzt: Geständnis

Prozesse

Mittwoch, 29. Juli 2020 - 12:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Ein Heilpraktiker setzt Spritzen, obwohl ihm das verboten ist. Außerdem soll er seinen Patienten gegenüber als Arzt aufgetreten sein. Jetzt steht er in Münster vor Gericht.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Ein Heilpraktiker aus Greven im Kreis Steinfurt hat am Mittwoch gestanden, dass er Patienten ohne Erlaubnis verschreibungspflichtige Medikamente gespritzt hat. Außerdem gab der 63-Jährige zu, ein Rezept unterschrieben zu haben, auf dem er fälschlicherweise als Arzt aufgeführt war. Auch ein Lebenslauf im Internet, in dem seine angebliche Dissertation aufgeführt sei, habe nicht der Wahrheit entsprochen. Die Spritzen waren nach Angaben des deutschen Angeklagten im Rahmen der sogenannten Neuraltherapie gesetzt worden, um akute Schmerzen zu unterbinden.

Die Methode halte er auch weiterhin für sehr hilfreich. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich Menschen geschadet habe“, so der Heilpraktiker zum Prozessauftakt am Landgericht Münster. „Ich habe viel Zuspruch bekommen.“ Inzwischen setze er keine Spritzen mehr. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung.

Ihr Kommentar zum Thema

Schmerzmittel ohne Erlaubnis gespritzt: Geständnis

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha