NRW

Schnellinger: „Ich wurde nur gerufen, wenn es brannte“

Fußball

Mittwoch, 27. März 2019 - 09:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Rom/Segrate. Der frühere Fußball-Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger hat den Eindruck, in Deutschland in Vergessenheit geraten zu sein. „Die Leute können sich ja nicht alles merken, was man gewonnen hat“, sagte der gebürtige Dürener Schnellinger, der seit langem in Italien in der Nähe von Mailand lebt, der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 80. Geburtstag am Sonntag. In Deutschland habe man ihn nur gerufen, „wenn es brannte, wenn einer fehlte, wenn sie mich brauchten. Sonst hat sich wenig einer drum gekümmert. Auch heute. Wer kümmert sich im Deutschen Fußball schon um die Älteren?“

Eine hohe Flanke lenkt der Abwehrspieler Karl-Heinz Schnellinger (r) in das von Enrico Albertosi (l) gehütete Tor. Foto: UPI/dpa/UPI/Archiv

Schnellinger bestritt vier Weltmeisterschaften zwischen 1958 und 1970 für die Nationalmannschaft und machte sich vor allem mit seinem Tor im WM-Halbfinale gegen Italien 1970 in Mexiko einen Namen. In den 1960er Jahren wechselte er vom 1. FC Köln nach Italien, wo er unter anderem beim Serie-A-Club AC Mailand spielte. An diesem Sonntag (31. März) wird der gebürtige Dürener 80 Jahre alt.


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