Scholz ruft Aktivisten zum Abbruch des Hungerstreiks auf

dpa Münster. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die letzten Berliner Klimaaktivisten im Berliner Hungerstreik aufgerufen, die Aktion abzubrechen. Im Schlussspurt des Bundestagswahlkampfs wiederholte Scholz am Freitag in Münster das Angebot an die jungen Leute, nach der Wahl mit ihnen ein Gespräch zu führen. Auf die neue Forderung zweier Aktivisten, Scholz solle den Klimanotstand ausrufen, ging der Kanzlerkandidat nicht ein.

Scholz ruft Aktivisten zum Abbruch des Hungerstreiks auf

Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat. Foto: Malte Krudewig/Malte Krudewig/dpa/dpa/Archivbild

Eine Gruppe junger Erwachsener hatte am 30. August in Berlin einen Hungerstreik für eine radikale Klimawende begonnen. Damit wollten sie unter anderem ein öffentliches Gespräch mit den Kanzlerkandidaten Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU/CSU) und Annalena Baerbock (Grüne) am Donnerstagabend erreichen. Da die Politiker nicht zusagten, brachen die meisten Aktivisten ihren Hungerstreik diese Woche ab.

Eine junge Frau und ein junger Mann fasten weiter und drohen damit, ab Samstagmorgen auch die Aufnahme von Flüssigkeit zu verweigern - es sei denn, Scholz rufe vorher öffentlich den Klimanotstand aus.

Nach dieser Ankündigung war am Donnerstagabend Grünen-Chef Robert Habeck ins Camp der Klimaaktivisten in der Nähe des Reichstags in Berlin gekommen und hatte die beiden dringend gebeten, den Hungerstreik abzubrechen und nicht noch zu verschärfen. Nach Angaben einer Grünen-Sprecherin kam später auch noch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ins Camp und sprach mit den jungen Leuten, die den Hungerstreik beendet hatten. Eine Sprecherin der Aktivisten bestätigte dies.

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