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NRW

Schüleraufenthalt auf US-Militärbasis storniert

Prozesse

Freitag, 17. November 2017 - 00:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Schüler-Aufenthalt in den USA sollte einen fünfstelligen Betrag kosten, doch dann erfuhren die Eltern, wohin die Reise gehen sollte: auf eine US-Luftwaffenbasis. Sie stornierten. Nun landet der Streit um den Umfang der Reisekostenrückerstattung vor Gericht.

Land - und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Marius Becker/Archiv

Ist eine US-Militärbasis für einen Gastschüler aus Deutschland als Wohnort zumutbar? Mit dieser Frage muss sich heute das Landgericht Düsseldorf auseinandersetzen. Der Vater des Schülers hatte den geplanten Aufenthalt seines Sohnes storniert, nachdem er herausbekommen hatte, dass dessen Gastfamilie auf der US-Basis Fairschild im Bundesstaat Washington lebt. Nun streitet er sich mit dem Düsseldorfer Anbieter des Auslandsaufenthalts um 6600 Euro.

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Vereinbart war, dass die Gastfamilie eine „Familie mittlerer Art und Güte“ sein sollte. Das Gericht hatte bereits darauf hingewiesen, dass aus der Tatsache, dass die Gasteltern auf einer Militärbasis leben, nicht das Gegenteil geschlossen werden könne. Maßgeblich seien die konkreten Lebensumstände.

Das Elternpaar aus Ingolstadt hatte 13 300 Euro an einen Düsseldorfer Studienreiseveranstalter überwiesen und 7200 Euro zurückbekommen. Um den Rest wird nun gestritten. Die Luftwaffenbasis war 1994 durch den Absturz eines B-52-Langstreckenbombers und einen Amoklauf mit vier Toten in die Schlagzeilen geraten. Zudem soll dort das Grundwasser mit Umweltgiften belastet sein.

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