Schutz vor Wölfen: Obergrenze für Förderung fällt weg

dpa/lnw Düsseldorf. Tierhalter können für Schutzmaßnahmen gegen den Wolf in NRW mehr Geld bekommen: Die bisherige Obergrenze von 20 000 Euro über drei Jahre sei nach einem entsprechenden Antrag des Landes bei der Europäische Kommission aufgehoben, teilte das NRW-Umweltministerium am Mittwoch mit. Damit könne das Land Aufwendungen etwa für die Anschaffung elektrischer Zäune oder von Herdenschutzhunden ohne Obergrenze erstatten.

Schutz vor Wölfen: Obergrenze für Förderung fällt weg

Ein Wolf steht in seinem Gehege eines Zoos. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Derzeit würden zunehmend wieder Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Es müsse Ziel sein, in den Wolfsgebieten großflächig Schafe und Ziegen durch gut funktionierende, elektrische Zäune gegen Wolfsattacken zu sichern. Eine Herdenschutzberatung biete die Landwirtschaftskammer NRW kostenfrei an.

In NRW leben bislang drei Wölfe in weit voneinander entfernten Gebieten in der Region Schermbeck sowie in der Senne und der Eifel. In Schermbeck gibt es einen ersten Hinweis auf ein mögliches Wolfspaar. Neben den drei Wolfsgebieten gibt es ein Verdachtsgebiet im Oberbergischen Land, nachdem dort eine Wölfin mehrfach Nutztiere gerissen hatte.