NRW

Senioren um 145 000 Euro betrogen: Fast sechs Jahre Haft

Prozesse

Mittwoch, 10. März 2021 - 16:13 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn. Das Bonner Landgericht hat am Mittwoch einen „falschen Polizisten“ wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges in zwei Fällen zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Als Mitglied einer internationalen Bande, deren Hintermänner in der Türkei sitzen, hatte der 33 Jahre alte Angeklagte laut Urteil mitgeholfen, zwei Bonner Senioren um insgesamt 145 000 Euro zu betrügen.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Eines der Opfer war ein 90-Jähriger Rentner, den ein angeblicher Kripobeamter telefonisch davor warnte, dass ein Bankbeamter, der Zugang zu seinem Konto und Schließfach habe, sein Bargeld durch Falschnoten austauschen wolle. Daraufhin holte der Rentner 70 000 Euro aus dem Safe und legte sie in einen Stromkasten in der Nähe eines Ausflugslokals, wo der Angeklagte sie später abholte. Es waren die gesamten Altersersparnisse des 90-Jährigen und seiner Ehefrau.

Im November 2018 wurde auch eine 81-jährige Bonnerin Opfer der Bande. Ihr wurde suggeriert, dass ihre gesamten Wertsachen zuhause nicht mehr sicher seien, sie solle sie in die Hände der Polizei geben. Die Seniorin packte all ihr Geld, Gold und Schmuck - darunter auch zahlreiche Krügerrand-Münzen - in zwei Säcke und deponierte sie zum Abholen vor dem Gartentor. Geschätzter Schaden laut Anklage: Rund 75 000 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-766496/2

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