NRW

Sensoren suchen Parkplätze: „Straße der Zukunft“

Kommunen

Dienstag, 20. April 2021 - 15:35 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Fürstenwall in Düsseldorf ist von der Landeshauptstadt zur „Straße der Zukunft“ ernannt worden. „Smarte“ Straßenlaternen helfen dort mit Detektoren bei der Parkplatzsuche, bieten Lademöglichkeiten für E-Autos und auf der Laterne funkt probeweise eine 5G-Antenne von Vodafone. Außerdem sind an den Laternen auch Sensoren verbaut, die Daten zum Verkehrsfluss sowie Umwelt- und Wetterdaten liefern.

Am Dienstag wurde der Straßenabschnitt als SmartCity-Modellprojekt von Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU), den Stadtwerken und Vodafone vorgestellt. Der Fürstenwall wurde als Testfeld ausgewählt, weil die bisherige Straßenbeleuchtung ohnehin ausgetauscht werden musste.

Eines der Hauptanwendungsgebiete sei das digitale Parkplatz-Management. Bei rund 170 Parkplätzen am Straßenrand wird bereits mit Hilfe von Sensoren an den Laternen die Belegung erfasst und in Echtzeit ins Internet übertragen. So können Autofahrer per Smartphone erkennen, wo sich freie Parkplätze befinden. Das soll Nerven und Umwelt schonen - in den Innenstadt-Vierteln mache der Parksuchverkehr einen erheblichen Anteil am gesamten Verkehr aus.

„Das Zukunftsviertel funktioniert für uns wie eine Art Reallabor, in dem wir verschiedene Anwendungsfälle erproben“, so Stadtwerke-Chef Julien Mounier. Was sich bewährt und auf Nachfrage trifft, könne auch in anderen Stadtteilen Düsseldorfs angeboten werden. Die Straßenlaternen dienen als Träger der neuen Technik.

Vodafone testet eine 5G-Antenne auf einer der Laternen. Die Mobilfunk-Technik versteckt sich im Inneren der Laterne, nur die 5G-Antenne und ein technisches Bauteil sind von außen sichtbar. „Hier in Düsseldorf sind 5G-Zellen erstmalig in Deutschland nicht nur auf Dächern, sondern auch in einer Straßenlaterne verbaut und sorgen für beste Geschwindigkeiten“, so Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter.

Im Vergleich zu 5G-Masten auf Dächern versorgen „Small Cells“ in Laternen ein kleineres Gebiet, sollen dafür aber für mehr Bandbreite und Stabilität sorgen. Alle Vorgaben des Datenschutzes würden beachtet: Es würden keine Personen oder Autokennzeichen aufgenommen, die Verkehrsfluss-Detektion erfolge durch Wärmebildkameras, nicht durch Videobilder.

Unter der Adresse „https://duesseldorf.cleverciti.com“ können ab sofort alle sehen, wo sich auf dem Fürstenwall freie Parkplätze befinden. Die Daten werden zudem auf ein Display an der Kreuzung Fürstenwall/Kronenstraße eingespielt. Autofahrer können auf dem Display sehen, in welcher Richtung des Fürstenwalls sich wie viele freie Parkplätze befinden. Perspektivisch könnten von den Sensoren auch Falschparker erfasst werden.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-279163/2

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