NRW

Serbe soll Frau getötet haben: Auslieferung zuvor misslang

Kriminalität

Montag, 2. November 2020 - 18:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Hagen. Ein Serbe, dessen Auslieferung Anfang Juni scheiterte, soll wenige Tage nach seiner Entlassung seine Lebensgefährtin in Hagen getötet haben. Das geht aus dem Bericht von NRW-Justizminister Peter Biesenbach mit dem Titel „Tötungsdelikt in Hagen - Versäumnisse der Justizbehörden?“ für eine Sitzung des Rechtsausschusses im Landtag am Donnerstag hervor. Danach war der Mann am 24. April in seiner Wohnung in Hagen festgenommen worden, ein Abgleich seiner Fingerabdrücke ergab, dass gegen ihn in Serbien seit Ende 2018 Haftbefehl bestand.

Peter Biesenbach (CDU), Justizminister von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Da die erforderlichen Unterlagen für eine Auslieferung aus Serbien dem Bericht des CDU-Politikers zufolge einen Tag zu spät eintrafen, habe man den Mann am 2. Juni wieder auf freien Fuß setzen müssen. Am 15. Juni wurde in seiner Wohnung eine weibliche Leiche gefunden. Am 16. Juni wurde der Mann erneut festgenommen. Eine Mordkommission ermittelte, dass die Frau am 8. oder 9. Juni gewaltsam ums Leben gekommen sei. Gegen den Serben sei im September Anklage wegen Totschlags erhoben worden.

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