Soldat bricht bei Geländemarsch zusammen: Klage abgewiesen

dpa Bonn. Das Bonner Landgericht hat am Mittwoch die Klage eines Bundeswehrsoldaten wegen eines strapaziösen Geländemarsches in Bayern abgewiesen. Der 34-Jährige aus Baden-Württemberg hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland auf insgesamt 60.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld geklagt.

Soldat bricht bei Geländemarsch zusammen: Klage abgewiesen

Der Kläger (M), ein Bundeswehrsoldat, steht in einem Gerichtssaal im Bonner Landgericht. Foto: Henning Kaiser/dpa

Der Hauptfeldwebel hatte dem Bund Amtspflichtverletzung vorgeworfen, nachdem er am 13. September 2016 bei einem Einzelkämpfer-Lehrgang im fränkischen Hammelburg kollabiert war. Er musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen und operiert werden. Anschließend war er ein halbes Jahr nicht einsatzfähig.

Das Gericht sah jedoch keine vorsätzliche Amtspflichtverletzung des Ausbilders. Nach Zeugenaussagen habe es genügend Gelegenheiten zu Trinkpausen gegeben. Auch hätte der Kläger jederzeit den Marsch abbrechen können. Es bestehe schließlich auch keine Pflicht, die „Flüssigkeitsaufnahme“ der Soldaten zu kontrollieren. Um ausreichende Versorgung müsse sich jeder selber kümmern, so das Gericht.

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