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NRW

Sondersitzung des Landtags nach Tod eines Kita-Kindes

Kindergärten

Donnerstag, 4. Juni 2020 - 04:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Ein Kita-Kind stirbt, eine Erzieherin unter Mordverdacht. Wie konnte das passieren? Zu den Vorfällen berichtet das Landesjugendamt in einer Sondersitzung des NRW-Landtags.

Zwei Stofftiere und Kerzen liegen vor dem Eingang einer Kindertagesstätte. Foto: Marcel Kusch/dpa

Nach dem Tod eines dreijährigen Kita-Kindes soll das Landesjugendamt heute in einer Sondersitzung des Landtags über die Vorfälle in der Viersener Kita berichten. Die SPD hatte den Antrag für die Sondersitzung gestellt. Nach dem Tod des Kindes wird gegen eine 25-jährige Erzieherin wegen Mordverdachts ermittelt. Die dreijährige Greta war am 21. April von einem Notarzt wegen Atemstillstands aus dem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht worden. Am 4. Mai starb das Kind dort. Rechtsmediziner fanden Spuren, die auf Gewalteinwirkung hindeuteten.

Bei den Ermittlungen waren die Behörden auf Vorfälle in Einrichtungen gestoßen, in denen die Frau vorher gearbeitet hatte. Nach ihrem praktischen Anerkennungsjahr war die Frau als nicht geeignet für den Beruf befunden worden. Trotzdem hatte sie ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin geschafft.

Die Staatsanwaltschaft Kleve räumte jetzt ein, bei vorangegangenen älteren Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat seien Erkenntnisse zur psychischen Verfassung der Kindergärtnerin nicht wie vorgeschrieben der Aufsichtsbehörde ihrer Kindertagesstätte mitgeteilt worden.

Die Behörde hatte die damaligen Ermittlungen gegen die Erzieherin wegen geringer Schuld eingestellt. Eine Rechtsmedizinerin hatte dabei festgestellt, dass die Erzieherin dringend psychologische Hilfe benötige und es sich bei der Straftat um einen Hilferuf gehandelt haben könnte. Weil nicht auszuschließen gewesen sei, dass die psychische Auffälligkeit auch eine Gefahr für die betreuten Kinder darstellen könne, hätte dies der Aufsichtsbehörde gemeldet werden müssen, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gesagt.

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