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NRW

Sorgerechtsentzug: Gerichte holten mehr Kinder aus Familien

Familie

Mittwoch, 24. Juni 2020 - 09:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Jugendämter und Gerichte haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Kinder aus Familien herausgeholt, in denen ihnen körperlicher oder seelischer Schaden drohte. Die Zahl der gerichtlichen Maßnahmen zum vollständigen Entzug der elterlichen Sorge stieg 2019 um fast ein Zehntel auf 2214, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte. Hinzu kamen 2557 Fälle mit Einschränkungen der elterlichen Sorge - etwa dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts oder der Vermögenssorge.

Ein Kind schaukelt vor einem Hochhaus in Meschenich bei Köln. Foto: picture alliance / dpa / Archiv / Symbolbild

Hintergrund solcher Entscheidungen sind Gefahren für das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen. Die rechtlichen Hürden für einen vollständige Entzug der elterlichen Sorge liegen dabei hoch: Nach Kriterien des Bundesverfassungsgerichts in einem Grundsatzurteil von 2014 müssen die Gerichte eingehende Feststellungen dazu treffen, dass das Wohl des Kindes nachhaltig gefährdet sei.

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