NRW

Spielerberater Struth: FC-Vorstand tanzt im Märchenland

Fußball

Dienstag, 1. Juni 2021 - 11:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Der Kölner Spielerberater Volker Struth prophezeit dem 1. FC Köln eine unsichere Zukunft und kritisiert die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten scharf. „Aus meiner Sicht tanzt der Vorstand beim 1. FC Köln im Märchenland“, sagte der 55-Jährige dem „Kölner Stadtanzeiger“ (Dienstag). „Man muss einen Verein mit einem ganzen Werkzeugkasten voller Kenntnisse führen. Auf diesem Werkzeugkasten muss allerdings 2021 stehen - nicht 1974.“ Struth glaubt trotz des in der Relegation erreichten Klassenverbleibs, dass der Abstieg des Clubs nur aufgeschoben wurde.

Spielerberater Volker Struth übt scharfe Kritik an den Verantwortlichen des 1. FC Kölns. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Struth wirft dem Vorstand Fehler auf allen Ebenen vor. „Zunächst einmal zeigt der Verein viel zu wenig Bereitschaft, Geld zu generieren. Man wehrt sich gegen Investoren, grundsätzlich gegen alles, was man für Kommerz hält“, sagte Struth. Die Trennung von Geschäftsführer Horst Heldt sei „reiner Populismus“, man habe lediglich ein „Opfer“ gesucht. Und ein Ausnahmetalent wie Florian Wirtz, der zu Bayer Leverkusen gewechselt ist, hätte man niemals verlieren dürfen. „Wer ist der Kopf, der dafür sorgt, dass so etwas nicht passiert?“

Der Spielerberater empfiehlt dem Verein, an den richtigen Leuten festzuhalten. „Ich würde dem FC raten, alles daranzusetzen, einen erfahrenen Mann und Top-Menschen wie Friedhelm Funkel an den Verein zu binden. Und alles dafür zu tun, Alexander Wehrle nicht zu verlieren“. Er selbst stehe aber für eine verantwortliche Position im Club nicht zur Verfügung. „Es gibt in einem solchen Amt wenig zu gewinnen, daher kommt das für mich momentan nicht in Frage. Ich will das nicht. Aber ich gehe ans Telefon, wenn man mich anruft.“

© dpa-infocom, dpa:210601-99-818647/2

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