NRW

Staatsanwältin bedroht: Strafbefehl für Reichsbürger-Aussage

Prozesse

Mittwoch, 22. September 2021 - 14:15 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Wuppertal. Weil sie eine Staatsanwältin bedroht haben soll, soll eine Wuppertalerin 2250 Euro zahlen. Die Frau sei als Angeklagte ihrem Strafprozess am Montag ferngeblieben, berichtete eine Sprecherin des Amtsgerichts am Dienstag. Daraufhin sei in Abwesenheit ein Strafbefehl über 2250 Euro gegen sie verhängt worden.

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Die 41-Jährige soll von der Staatsanwaltschaft schriftlich die Herausgabe ihres Wagens gefordert haben. In diesem Schreiben heißt es laut Anklage: „...dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn zu gegebener Zeit ein gewaltiger Trupp bei Ihnen vor der Haustür steht. Ihre Zeit wird in Kürze kommen, wenn Sie entwaffnet sind.“ Außerdem schrieb sie von ihrer Lebensaufgabe, alle für den „deep state“ Tätigen zu „entsorgen“. Der Begriff des „deep state“ wird im Rahmen von Verschwörungstheorien verwendet und besagt, dass die offizielle Regierung fremdgesteuert sei.

Die Aussagen legen nahe, dass die Frau an die Verschwörungsideologie der Reichsbürgerszene glaubt. Sie kann gegen den Strafbefehl noch Rechtsmittel einlegen. Die „Westdeutsche Zeitung“ hatte zuvor berichtet.

© dpa-infocom, dpa:210922-99-314709/3

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