NRW

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage im Missbrauchsfall Münster

Kriminalität

Freitag, 4. September 2020 - 12:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Im Missbrauchsfall Münster hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen fünf Beschuldigte erhoben. Dabei steht ein 27-Jähriger im Mittelpunkt. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Münster soll er über Jahre bei mindestens 26 Gelegenheiten den Sohn seiner Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Der Tatvorwurf lautet auf schweren sexuellen Missbrauch. Ein Ort für den Missbrauch war eine in der Zwischenzeit abgerissene Gartenlaube in einem Kleingartenverein in Münster.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Angeklagt sind zudem die 45 Jahre alte Mutter des 27-Jährigen, ein 30 Jahre alter Mann aus Staufenberg in Hessen, ein 42-Jähriger aus Schorfheide in Brandenburg und ein 35-Jähriger aus Hannover. Laut Anklage sollen die Männer zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehrere Kinder zum Teil gemeinsam vergewaltigt haben. Der 27-Jährige soll den Jungen dabei auch über das Internet angeboten haben. Opfer sollen laut Anklage der fünfjährige Sohn des Mannes aus Staufenberg und der zehn Jahre alte Sohn der Lebensgefährtin des Münsteraners gewesen sein.

Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Münster entscheiden. Nach Lügde und Bergisch Gladbach ist Münster der dritte große Missbrauchsfall der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen.


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