NRW

Stadtarchiv: Angeklagter entgeht Prozess wegen Erkrankung

Prozesse

Dienstag, 9. Januar 2018 - 15:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Im Fall des Kölner Stadtarchiv-Einsturzes ist das Strafverfahren gegen einen der Angeklagten vorläufig eingestellt worden. Er leide an einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung, teilte das Landgericht Köln am Dienstag mit. „Der Zustand des Angeklagten ist nicht nur akut lebensbedrohlich, sondern kann nur durch eine Organtransplantation nachhaltig verbessert werden“, hieß es. Gegen die verbleibenden fünf Angeklagten werde wie geplant am Mittwoch kommender Woche die Hauptverhandlung beginnen.

Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs 2009. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten fahrlässige Tötung und Baugefährdung vor. Die Angeklagten waren als Beschäftigte der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) oder der beteiligten Baufirmen am Ausbau der U-Bahn beteiligt.

Das größte deutsche Kommunalarchiv war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei Anwohner kamen dabei ums Leben. Der Schaden belief sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Von Anfang an wurde vermutet, dass unterirdische Bauarbeiten den Einsturz ausgelöst haben könnten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, bei den Arbeiten Fehler gemacht oder den Bau nicht sorgfältig genug kontrolliert zu haben.


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