NRW

Städtetag: Mehr Bildungsangebote für geflüchtete Kinder

Konflikte

Freitag, 8. April 2022 - 06:34 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Städtetag fordert mehr Bildungsangebote des Landes Nordrhein-Westfalen für ukrainische Kinder und dauerhafte Verbesserungen in den Schulen und Kitas. „Nach der ersten Notversorgung kommt es jetzt darauf an, die Integration anzupacken“, sagte der Vorsitzende des Städtetages NRW, Pit Clausen, der dpa. Geflüchtete Kinder und Jugendliche sollten schnellstmöglich und unmittelbar einen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten bekommen. Zudem müsse die Situation in den Schulen und Kitas dauerhaft verbessert werden, die gut ausgelastet seien und wenige freie Plätzen hätten.

Pit Clausen (SPD) spricht. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Dass das Land NRW in seinen zentralen Aufnahmeeinrichtungen erste schulnahe Bildungsangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche angeschoben habe, sei gut, reiche aber nicht aus. „Denn auch in den Städten gibt es große Flüchtlingsunterkünfte mit vielen Kindern und Jugendlichen im Schulalter“, sagte Clausen und verwies auf Geflüchtete, die in Messehallen in Düsseldorf und Köln untergebracht sind. „Auch hier sind solche schulnahen Angebote absolut notwendig.“

Deswegen fordere der Städtetag das Land NRW auf, auch in den großen kommunalen Flüchtlingsunterkünften erste schulische Unterrichtsangebote zu ermöglichen. „Bildungsangebote für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen sind unverzichtbar. Das Land muss liefern, denn diese wichtige Aufgabe duldet keinen Aufschub“, unterstrich der Landesvorsitzende des kommunalen Spitzenverbandes.

Auch für Kinder im Kita-Alter seien Angebote nötig. „Gerade in der ersten Zeit werden wir auch improvisieren müssen“, sagte Clausen. Beispielsweise könnten ukrainische Frauen und Männer in ihrer Muttersprache Eltern-Kind-Gruppen betreuen. Das Land solle zügig die Personalverordnung überarbeiten. Ukrainischen Beschäftigten solle möglichst unbürokratisch der Einsatz auch in Kitas ermöglicht werden. Außerdem solle das sogenannte Alltagshelferprogramm des Landes ausgeweitet werden, bei dem das pädagogische Personal Unterstützung durch Helferinnen und Helfer bei alltäglichen Arbeiten bekommt.

© dpa-infocom, dpa:220408-99-842723/2

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