NRW

Stamp: Gefährdete Kinder in Schulen oder Kitas betreuen

Landtag

Mittwoch, 1. April 2020 - 13:30 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Kinder, denen wegen der Kontaktsperren in der Corona-Krise zuhause Gewalt droht, sollen bald in Kitas oder Schulen notbetreut werden können. Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte am Mittwoch im Landtag an, dass die Landesregierung mit Kommunen, Trägern und Einrichtungen dazu im Gespräch sei. „Wir möchten eine passgenaue Regelung bekommen.“

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Noch am Mittwoch oder am Donnerstag hoffe er auf ein „finales Ergebnis“ der Gespräche. Die betroffenen Kinder dürften aber nicht mit einem „automatischen Stigma“ behaftet sein, wenn sie dann in Einrichtungen aufgenommen würden. Das werde auch mit den Jugendämtern beschlossen.

Die Notbetreuung in Kitas und Schulen steht bislang nur Kindern von Eltern offen, die etwa als Ärzte oder Pfleger in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten. Kinderschutzverbände befürchten infolge der Corona-Maßnahmen einen Anstieg der häuslichen Gewalt und eine stärkere Kindeswohlgefährdung.


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