Stamp: Keine flächendeckenden Tests bei Kita-Kindern

dpa/lnw Düsseldorf. Kita-Kinder in Nordrhein-Westfalen sollen vorerst nicht flächendeckend auf das Coronavirus getestet werden. Das sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Wissenschaftler hätten nicht dazu geraten, zum jetzigen Zeitpunkt alle Kinder in Kitas zu testen. Es liefen aber lokale Studien mit noch nicht für den Massengebrauch zertifizierten Spucktests bei Kindern.

Stamp: Keine flächendeckenden Tests bei Kita-Kindern

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Es müsse darüber gesprochen werden, ob es sinnvoll sei, die Kinder, darunter Zwei- bis Vierjährige, zu testen, sagte Stamp. Was die Testkapazitäten betreffe, wäre NRW dazu nach Ostern in der Lage. Wenn es zertifizierte Spucktests gäbe, wären diese eine Option.

Die SPD-Fraktion hat für das Plenum kommende Woche einen Antrag gestellt, dass Kinder und Personal in den Kitas täglich getestet werden können. Bislang können sich Kita-Beschäftigte zweimal wöchentlich freiwillig testen lassen. Trotz steigender Corona-Inzidenzen würden Kinder in den Kitas derzeit jedoch gänzlich außen vor gelassen, sagte der familienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dennis Maelzer. „Angesichts der aktuellen Situation rächt es sich jetzt, dass die Teststrategie des Landes nicht effektiv ist und es keine funktionierende Test-Infrastruktur im Land gibt.“

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