Stamp warnt in Corona-Debatte vor Schnellschüssen

dpa Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat davor gewarnt, die bundesweiten Absprachen zu den Corona-Schutzmaßnahmen schon nach wenigen Tagen wieder „über den Haufen“ zu werfen. Die Politik müsse eine gewisse Verlässlichkeit ausstrahlen, sagte Stamp am Dienstag in Düsseldorf auf die Frage nach einem schärferen Lockdown und möglichen erneuten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angel Merkel (CDU). „Ich glaube nicht, dass das Höher, Schneller, Weiter, was Herr Söder in die Welt ruft, wirklich hilfreich ist“, betonte der FDP-Politiker mit Blick auf Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU).

Stamp warnt in Corona-Debatte vor Schnellschüssen

Stamp (FDP) hat davor gewarnt, die bundesweiten Absprachen zu den Corona-Schutzmaßnahmen wieder „über den Haufen“ zu werfen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Er würde es sehr begrüßen, die nächsten Tage abzuwarten und genau zu analysieren, was mit welchen Maßnahmen zu gewinnen wäre. Es gebe Beschlüsse, die bis zum 20. Dezember gefasst worden seien. In NRW gebe es beim Infektionsgeschehen eine Seitwärtsbewegung. Sollten weitere Maßnahmen erforderlich werden, könnte in der Tendenz die Winterpause ein Zeitraum dafür sein. Zur Frage nach möglichen Einschränkungen im Einzelhandel sagte Stamp, man müsse sehr sorgsam abwägen. Es gelte, die Mittel so zu wählen, dass sie den möglichst geringsten Schaden für Bürger in anderen Bereichen schafften.