Steigende Corona-Fallzahlen in Remscheid

dpa/lnw Remscheid. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Remscheid will die bergische Stadt an diesem Dienstag über weitere Maßnahmen entscheiden. Eine Informationsoffensive sei als aktuell erster Schritt auf den Weg gebracht, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, schilderte eine Sprecherin am Montag. Nach den neuesten Zahlen der Stadt - Stand Sonntag - liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 37,05. Sie hat damit die Vorwarnstufe (Wert 35) überschritten. Die Menschen müssen sich dort also womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

In Remscheid wurden als denkbare mögliche Maßnahmen eine stadtweite Maskenempfehlung in der Öffentlichkeit oder mehr Corona-Schutz-Kontrollen genannt, über die der Krisenstab am Dienstag unter anderem entscheide. Der dortige Anstieg sei stark auf „reiserückkehrende Familienverbünde mit Kindern im Kita-und Schulalter“ zurückzuführen. Mit der Infokampagne über Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln oder auch Ahndungsmöglichkeiten bei Verstößen wolle man mehrsprachig eine breite Elternschaft erreichen.

Gemessen an der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz liegt Remscheid in NRW nach Gelsenkirchen und nach Hamm als Spitzenreiter an dritter Stelle. Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. Ab einem Wert von 50 sind gemäß Corona-Schutzverordnung „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen“.