NRW

Steinkohlekraftwerk Lünen belastet Trianel weiter

Energie

Dienstag, 29. Juni 2021 - 14:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Der Stadtwerkeverbund Trianel rechnet mit der Abschaltung seines Steinkohlekraftwerks in Lünen im Ruhrgebiet spätestens im Jahr 2031. Das ergebe sich aus dem Gesetz zur Beendigung der Steinkohleverstromung, sagte der Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, Sven Becker, am Dienstag bei der Vorstellung der Bilanz 2020. Die verschärften deutschen Klimaziele machten aber ein früheres Aus notwendig. „Wenn wir die Ziele ernst nehmen, müssen wir aus der gesamten Kohle bis 2030 ausgestiegen sein“, betonte Becker.

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Im neuen Klimaschutzgesetz ist festgelegt, dass Deutschland bis 2030 seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 65 Prozent senkt. Das alte Klimagesetz sah nur ein Minus von mindestens 55 Prozent vor.

Das 1,4 Milliarden Euro teure Kraftwerk in Lünen war 2013 ans Netz gegangen. Auch wegen geringer Laufzeiten produziert der 750-Megawatt-Block Verluste. Die nötige Risikovorsorge habe den Trianel-Gewinn im guten Geschäftsjahr 2020 geschmälert, sagte Becker. Beim Ergebnis vor Steuern legte Trianel im Vergleich zu 2019 um mehr als 60 Prozent auf 11 Millionen Euro zu, der Jahresüberschuss sank allerdings um gut 20 Prozent auf 4,7 Millionen Euro.

Besser als in Lünen läuft es für Trianel beim Gaskraftwerk in Hamm. Weil die Einsatzzeiten der 800-Megawatt-Anlagen steigen, soll die Kapazität des Kraftwerks durch Investitionen um 10 Prozent erhöht werden. „Hamm ist eine Erfolgsstory„, sagte Becker. Dem 1999 gegründeten Stadtwerkeverbund mit Sitz in Aachen gehören mehr als 1200 kommunale Gesellschafter an. Er besitzt auch einen Windpark in der Nordsee.

© dpa-infocom, dpa:210629-99-189661/2

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