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NRW

Strafe nach Abschlussfeier: Ausbilder geht in Berufung

Prozesse

Freitag, 10. November 2017 - 13:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster/Ahlen. Nach Feierexzessen in einer Bundeswehrkaserne in Ahlen will ein verurteilter Ausbilder seine Verurteilung durch das Amtsgericht nicht akzeptieren. Der zu einer fünfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilte 30-Jährige hat Berufung eingelegt, wie das Landgericht Münster am Freitag bestätigte. Der Verteidiger des Hauptfeldwebels hatte Anfang Juli einen Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft sich für eine Geldstrafe ausgesprochen.

Ein Mann geht in Münster in das Landgericht. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Ausbilder bei einer Feier zum Abschluss der Ausbildung Untergebene entwürdigend behandelt und genötigt hatte. Auch soll er im Herbst 2016 einen Rekruten in den Unterleib geboxt haben. Einer 18 Jahre alten Soldatin hat er nach Überzeugung des Gerichts über das Gesicht geleckt und zu seinem Eigentum erklärt. Ein Termin für das Verfahren in Münster steht noch nicht fest.


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