Strafgefangene sollen im Handwerk besser Fuß fassen

dpa/lnw Düsseldorf. Strafgefangene sollen nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis im Handwerk besser Fuß fassen. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) und der Westdeutsche Handwerkskammertag schlossen dazu am Donnerstag eine Vereinbarung.

Strafgefangene sollen im Handwerk besser Fuß fassen

NRW-Justizminister Peter Biesenbach spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Roland Weihrauch/dpa/archivbild

Die Haftzeit reiche oft nicht aus, um eine hinter Gittern begonnene Ausbildung zu beenden. Der inhaftierte Azubi und der potenzielle künftige Arbeitgeber sollen sich deshalb nun bereits während der Haftzeit kennenlernen, über Praktika sollen erste Erfahrungen in den Betrieben gesammelt werden.

Um zu verhindern, dass aufgrund der kurzen Haftzeit einzelne Module außerhalb des Gefängnisses nicht anerkannt werden, sollen künftig gemeinsam Ausbildungsbausteine erarbeitet werden.

„Unsere Verantwortung endet nicht mit der Haftentlassung“, so Justizminister Biesenbach. Arbeit und ein geregeltes Einkommen spielten eine große Rolle. Die Kooperation soll zunächst in zwei Gefängnissen erprobt werden: In Heinsberg und in Bochum-Langendreer.

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