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Streik bei Eurobahn: Sondierungsgespräche am Montag

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Freitag, 3. Januar 2020 - 15:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Streik bei der Eurobahn gibt es für die seit Wochen unter Zugausfällen leidenden Kunden zumindest wieder ein wenig Hoffnung auf ein Ende der Auseinandersetzungen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und die Eurobahn-Mutter Keolis kündigten am Freitag an, sich am Montag zu neuen Sondierungsgesprächen zusammenzusetzen. Der Streik soll laut EVG aber vorläufig weitergehen.

Eurobahn. Foto: Ole Spata/dpa/Archivbild

Tatsächlich scheinen die Verhandlungspositionen beider Seiten noch weit voneinander entfernt. Der EVG-Vorsitzende Torsten Westphal sagte am Freitag, der Gewerkschaft liege nach wie vor „kein verhandlungsfähiges Angebot“ des Bahnbetreibers vor. Die jüngste Offerte des Bahnbetreibers sei materiell sogar schlechter als das bisherige Angebot. Dabei verschärfe sich mit jedem Streiktag die Situation an den Bahnsteigen.

Keolis bekräftige dagegen erneut, der Gewerkschaft in ihren drei Hauptforderungen deutlich entgegengekommen zu sein. Die EVG fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge.

Der Schwerpunkt der Streiks liegt laut Keolis in der Eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen. Obwohl zuletzt höchstens fünf Prozent der Gesamtbelegschaft am Streik teilgenommen hätten, sei die Werkstatt mit den Wartungen und Reparaturen der Züge in Verzug und es komme zu Zugausfällen. Für die Tage ab Montag kündigte Eurobahn deshalb weitere Einschränkungen im Bahnangebot an.


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