NRW

Streit um Bergung eines Weltkriegsflugzeugs vor Gericht

Denkmäler

Donnerstag, 18. März 2021 - 03:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Eine Gruppe aus Rheinland-Pfalz will im Münsterland tief im Boden nach einem Flugzeug-Wrack und einem getötetem Soldaten suchen. Ob sie überhaupt Anspruch auf eine Genehmigung haben, prüft jetzt ein Gericht.

Ein Briefkasten hängt vor dem Verwaltungsgericht Münster. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Das Verwaltungsgericht in Münster verhandelt heute einen Streit um die Bergung eines Flugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg im westlichen Münsterland bei Stadtlohn. Die Arbeitsgruppe Vermisstenforschung aus Rheinland-Pfalz will 80 Jahre nach dem Absturz das Wrack und möglicherweise auch eine Leiche tief aus dem Boden bergen und klagt auf eine Erlaubnis. Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe haben Bedenken, bevor eine denkmalrechtliche Genehmigung erteilt wird.

Augenzeugen zufolge hatte sich der Pilot bei dem Abschuss am 26. März 1942 mit dem Falschschirm retten können. Der Bordfunker sei dagegen beim Luftkampf mit britischen Verbänden abgestürzt. Die Trümmerteile liegen laut geophysikalische Untersuchungen mehrere Meter tief in der Erde. An der Absturzstelle steht ein Grabstein zur Erinnerung an den Flieger.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-864150/4

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