NRW

Studie: Frühe Förderung erreicht zu wenig arme Kinder

Bildung

Sonntag, 12. Mai 2019 - 08:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Gütersloh. NRW hat bei Betreuungsplätzen für Unterdreijährige zwar stark aufgeholt, benachteiligte Kinder profitieren aber einer Studie zufolge zu wenig. Kinderarmut sei in Nordrhein-Westfalen im Bundesvergleich besonders hoch - jedes fünfte Kind wachse hier in einem Haushalt auf, in dem Hartz IV bezogen werde, heißt es in einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Ein Kind spielt in einer Kinderkrippe in Hannover (Niedersachsen). Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Frühkindliche Bildung und ein früher Kita-Besuch seien nicht „Allheilmittel“, aber Teil einer wirkungsvollen Strategie gegen Kinderarmut. Allerdings: „Gerade dort, wo die Kinderarmut hoch ist (...), sind die Betreuungsquoten eher niedrig und steigen tendenziell schwächer an.“ Die Autoren sehen eine „insgesamt unbefriedigende Situation mit regional unterschiedlicher Schärfe“.


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