Studie: Frühe Förderung erreicht zu wenig arme Kinder

dpa/lnw Gütersloh. NRW hat bei Betreuungsplätzen für Unterdreijährige zwar stark aufgeholt, benachteiligte Kinder profitieren aber einer Studie zufolge zu wenig. Kinderarmut sei in Nordrhein-Westfalen im Bundesvergleich besonders hoch - jedes fünfte Kind wachse hier in einem Haushalt auf, in dem Hartz IV bezogen werde, heißt es in einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Studie: Frühe Förderung erreicht zu wenig arme Kinder

Ein Kind spielt in einer Kinderkrippe in Hannover (Niedersachsen). Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Frühkindliche Bildung und ein früher Kita-Besuch seien nicht „Allheilmittel“, aber Teil einer wirkungsvollen Strategie gegen Kinderarmut. Allerdings: „Gerade dort, wo die Kinderarmut hoch ist (...), sind die Betreuungsquoten eher niedrig und steigen tendenziell schwächer an.“ Die Autoren sehen eine „insgesamt unbefriedigende Situation mit regional unterschiedlicher Schärfe“.