NRW

Studie: Schwerbehinderte profitieren vom guten Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Freitag, 29. November 2019 - 09:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn. Auch Schwerbehinderte profitieren von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes in Nordrhein-Westfalen. Doch haben sie immer noch viel größere Probleme, eine Stelle zu finden als Menschen ohne Behinderung. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI) hervor.

Danach sank im bevölkerungsreichsten Bundesland die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung im vergangenen Jahr von 13,1 auf 12,7 Prozent. Sie war damit aber immer noch deutlich höher als die allgemeine Arbeitslosenquote in NRW von 7,6 Prozent. Und: Sie lag auch deutlich über der bundesweiten Arbeitlosenquote für Schwerbehinderte von 11,2 Prozent. Konkret verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen mit Schwerbehinderung von 47 736 auf 47 076.

„Vergleicht man die Situation von Erwerbspersonen mit und ohne Behinderung, offenbart sich noch immer eine große Kluft“, betonte HRI-Präsident Bert Rürup. Schwerbehinderte Arbeitslose benötigen der Studie zufolge in NRW durchschnittlich 432 Tage bis sie eine Anstellung gefunden haben - 111 Tage länger als Nichtbehinderte. Auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist bei ihnen mit 49,1 Prozent deutlich höher als bei Menschen ohne Behinderung (41 Prozent).


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