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NRW

„Stunde der Wintervögel“: Nabu zählt mehr Vögel in NRW

Tiere

Montag, 12. Februar 2018 - 15:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Vogelfreunde in NRW haben zum Jahresbeginn wieder mehr Wintervögel in ihren Gärten gezählt als 2017. Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) hängt das mit einem stärkeren Zuzug der Vögel aus Russland, Polen und Skandinavien zusammen, wie Vogelexperte Heinz Kowalski sagte. Der hiesige Winter war für die Vögel eher mild. Seit Beginn der Zählung im Jahr 2011 gebe es bei der Vogelzählung aber einen klaren Abwärtstrend.

Ein Paar Gimpel, auch bekannt als Dompfaffen. Foto: Markus Scholz

Rund 26 300 Interessierte hatten sich im Januar an der Nabu-Vogelzählaktion „Stunde der Wintervögel“ beteiligt und 633 649 Vögel in und über rund 18 000 Gärten beobachtet. Am häufigsten wurde mit durchschnittlich knapp 4,5 Exemplaren pro Garten die Kohlmeise gemeldet, auf Platz zwei und drei folgen Spatz (3,89) und Blaumeise (3,48). Die Teilnehmer zählten die Vögel pro Stunde und Ort.

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Deutliche Verluste um 26 Prozent im Vorjahresvergleich gab es bei der Amsel. Sie rutschte von fast vier Vögeln pro Garten auf nur noch knapp drei. Ursache sei das für Amseln tödliche Usutu-Virus.

Fast 10 000 Kraniche wurden an dem Zähl-Wochenende beim Flug über NRW registriert. Viele überwinterten nicht mehr im Süden, sondern in Nordfrankreich, und zögen von dort Richtung Osten, wie es hieß.

Deutschlandweit nimmt die Zahl der Vögel rapide ab. „Wir haben in den letzten Jahren bis zu 15 Millionen Vögel verloren. Vor allem Singvögel, die von Insekten leben“, sagte Kowalski.


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