NRW

Tarifparteien der Metallindustrie hoffen auf rasche Einigung

Tarife

Donnerstag, 20. Februar 2020 - 15:00 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. In den Tarifverhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metallindustrie hoffen Arbeitgeber und IG Metall auf eine Einigung noch vor dem Ende der Friedenspflicht am 28. April. Der Verhandlungsführer der IG Metall, Knut Giesler, sagte am Donnerstag: „Wir haben drei intensive Gespräche mit Metall NRW geführt. Dabei wurde deutlich, dass auf beiden Seiten ein ernsthafter Versuch unternommen wird, innerhalb der Friedenspflicht Lösungen zu erarbeiten“.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Auch der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Metall NRW, Luitwin Mallmannn, beschrieb die bisherigen Verhandlungen als „zufriedenstellend“ und lobte das Bemühen beider Seiten, in einer konjunkturell und strukturell schwierigen Situation vernünftige Lösungen zu finden. Er betonte allerdings gleichzeitig: „In der Sache sind wir noch weit auseinander.“

Die Tarifkommission der Gewerkschaft verzichtete am Donnerstag darauf, eine konkrete Lohnforderung für die Metall-Beschäftigten in NRW zu stellen. Stattdessen appellierte Giesler an den Arbeitgeberverband, auf seine Mitgliedsfirmen einzuwirken, keine einseitigen Personal-, Abbau- oder Verlagerungspläne zu verkünden. „Es wird nur zu Lösungen innerhalb der Friedenspflicht kommen, wenn alle Parteien gemeinsam den Weg der Beschäftigungssicherung auch gehen wollen“, sagte er.


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