NRW

Terrorprozess gegen Abu Walaa: Mitangeklagter will aussagen

Terrorismus

Dienstag, 28. Januar 2020 - 03:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Celle. Im seit mehr als zwei Jahren laufenden Terrorprozess gegen den mutmaßlichen IS-Deutschlandchef Abu Walaa will sich erstmals einer der Angeklagten befragen lassen. Das Oberlandesgericht Celle hat die Vernehmung des Reisebüroinhabers aus Duisburg von heute an eingeplant. Die Anklage wirft dem Türken das islamistische Radikalisieren junger Leute im Hinterzimmer seines Reisebüros in Duisburg-Rheinhausen vor. Am vergangenen Prozesstag hatte der Angeklagte auf die Ankündigung, die Beweisaufnahme solle demnächst geschlossen werden, eine vorbereitete Erklärung verlesen und die Tatvorwürfe zurückgewiesen. (Az.: 4 StE 1/17)

Bewaffnete Polizeibeamte sichern einen Eingang zum Oberlandesgericht. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild

Der Iraker Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich in Celle seit September 2017 wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat verantworten. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Die Angeklagten haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.


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