Thyssenkrupp: Auftrag im schwächelnden Anlagenbaugeschäft

dpa Essen. Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat in seinem schwächelnden Anlagenbaugeschäft einen milliardenschweren Auftrag an Land gezogen. Für das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL soll der Konzern einen Chemiekomplex in dessen Heimatland bauen, wie Thyssenkrupp am Mittwoch in Essen mitteilte. Die Aktie stieg daraufhin auf ein Tageshoch.

Thyssenkrupp: Auftrag im schwächelnden Anlagenbaugeschäft

Das Logo von Thyssenkrupp steht vor einem Testturm. Foto: Patrick Seeger/Archiv

MOL werde insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in den neuen Anlagenkomplex investieren, hieß es. Die Anlage soll 2021 in Betrieb gehen und jährlich 200 000 Tonnen Polyether-Polyol produzieren. Das Halbfabrikat kommt den Angaben zufolge als wichtiger Ausgangsstoff vor allem für Produkte in der Automobil-, Bau-, Verpackungs- und Möbelindustrie zum Einsatz.

Thyssenkrupp klagte zuletzt über andauernde Probleme im Anlagenbau, insbesondere über fehlende Großprojekte. Wegen Verzögerungen bei bestehenden Projekten musste der Konzern zuletzt seine Prognose senken. Der Bereich, der zuletzt Verluste schrieb, steht vor einem tiefgreifenden Umbau.